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Welche Unterhaltsansprüche habe ich?

Unterhalt bei Trennung

Als Folge einer Trennung kann ein Anspruch auf Unterhalt entstehen.

In Betracht kommt Unterhalt immer dann, wenn ein Ehegatte ein höheres Einkommen hat als der andere Ehegatte. Vom Einkommen können unterschiedliche Kosten abgezogen werden, insbesondere:

  • Aufwand für zusätzliche Alters- und Krankenvorsorge
  • Lebensversicherungen als Aufwand für zusätzliche Altersvorsorge bis zu 4 % des Bruttoeinkommens (bis zu 23 % bei Einkünften über der Beitragsbemessungsgrenze)
  • Aufwand für Schulden
  • Berufsbedingte Aufwendungen in konkreter Höhe oder mit einer Pauschale von 5 % des monatlichen Nettoeinkommens

Dem Einkommen zugerechnet wird ein sogenannter Wohnwert, wenn einer der Ehegatten mietfrei wohnt. Dabei bemisst sich die Zurechnung einer fiktiven Miete als Wohnwert im Trennungsjahr nach einer angemessenen Miete, d.h. einem Mietbetrag den der Ehegatte auch ansonsten im Rahmen seiner Einkommensverhältnisse für die Miete ausgegeben hätte.

Unterhalt nach der Scheidung

Ab dem Zeitpunkt der Rechtskraft der Scheidung spricht man vom nachehelichen Unterhalt. Dabei gibt es verschiedene Anspruchsgrundlagen, meist geht es um Unterhalt wegen

  • Kinderbetreuung, wenn ein Ehegatte wegen der Betreuung von Kindern gar nicht oder nicht Vollzeit arbeiten kann.
  • eines Einkommensunterschieds zwischen den Einkommen der Ehegatten (sog. Aufstockungsunterhalt)
  • Krankheit, wenn deshalb nicht voll oder gar nicht gearbeitet werden kann
  • Alter, wenn deshalb nur ein geringes oder gar kein Einkommen bezogen wird

Beim nachehelichen Unterhalt sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Unterhalt zeitlich befristet wird.

Wir beraten Sie ausführlich zu allen Fragen des Unterhaltsrechts, insbesondere in Ihrem speziellen Fall.