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Wer bekommt das Sorgerecht?

Bei einem gerichtlichen Streit über das Sorgerecht entscheidet das Familiengericht darüber, wer von beiden Eltern die elterliche Sorge erhält. Voraussetzung ist, dass ein Elternteil bei Gericht beantragt, dass die elterliche Sorge für das Kind auf ihn alleine übertragen wird. Als Begründung für einen derartigen Antrag wäre z.B. ausreichend, dass sich die Eltern nicht über die Belange des Kindes einigen können und damit zugunsten des Kindes keine gemeinsamen Entscheidungen getroffen werden können.

Verfahrensbeteiligte

An einem gerichtlichen Sorgerechtsverfahren sind die Eltern (und deren Rechtsanwälte) zu beteiligen, daneben das Jugendamt und ein Verfahrensbeistand (Anwalt des Kindes). Es kann auch sein, dass der zuständige Familienrichter ein Sachverständigengutachten in Auftrag gibt, um zu klären, welcher von beiden Elternteilen besser geeignet ist die elterliche Sorge zukünftig alleine auszuüben.

Kriterien für die Entscheidung über das Sorgerecht

Maßgeblich kommt es darauf an, dass die Kontinuität für das Kind gewahrt ist, d.h. die Lebensumstände des Kindes sollen sich durch die Sorgerechtsentscheidung so wenig wie möglich ändern. Damit ist einer Sorgerechtsentscheidung der Vorzug zu geben, bei der für das Kind die gewohnte Umgebung erhalten bleibt.

Ferner wird bei einer Sorgerechtsentscheidung darauf geachtet, dass der Elternteil, dem das Sorgerecht zugesprochen wird, in der Lage ist, das Kind in seinen Neigungen und allen seinen Bedürfnissen zu fördern, sog. Förderungsprinzip. Außerdem sind die Bindungen des Kindes zu beiden Eltern zu beleuchten und zu beachten.

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